7 Tipps wie aus deinem Hund ein Bürohund wird

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Von Mareike Meyer

Hundefutter, Versicherungen, Leinen, Tierarztbesuche, Hundebetten… All das kostet eine Menge Geld. Damit unsere Hunde ihr Luxusleben führen können, gehen viele Hundebesitzer arbeiten. Doch die Vereinbarkeit von Job und Hund ist nicht immer gegeben. Ein großes Glück und leider immer noch die Ausnahme ist es, seinen Hund mit auf die Arbeit nehmen zu dürfen. Als sogenannte Bürohunde begleiten die Vierbeiner ihre Besitzer auf deren Arbeitsstelle. 
Auch Loki ist ein solcher Bürohund. Wenn es nicht anders zu regeln ist, begleitet er mich in die Redaktion in der ich arbeite und verschläft den halben Tag in seinem Büro-Hundebett. Wie ich ihm beigebracht habe, im Großraumbüro (acht Arbeitsplätze) zu entspannen und wie ihr euren Chef von der Idee überzeugen könnt, habe ich euch in sieben einfachen Tipps zusammengefasst.

Voraussetzungen und Anforderungen an den Hund

Ich muss euch leider sagen, dass nicht jeder Hund zum Bürohund taugt. Vieles kann man zwar mit Hilfe von einigem Training in den Griff bekommen, aber wenn euer Hund beispielsweise aggressiv gegenüber fremden Personen ist und an eurer Arbeitsstelle viele Fremde auftauchen, ist es keine gut Idee, euren Vierbeiner mitnehmen zu wollen. Ihr selbst kennt euren Hund am Besten: Kommt er mit den verschiedenen Situationen im Büro zurecht? Bleibt er entspannt bei Begegnungen mit fremden Menschen? Fängt er eventuell an zu quengeln, wenn ihm langweilig ist? Kann er unter Umständen auch kurz allein im Büro bleiben, wenn ihr eine Besprechung oder ähnliches habt? Seid ehrlich zu euch selbst. Eurem Hund zuliebe. Es bringt nichts, ihn mitzuschleppen, obwohl es ihm keinen Spaß macht. 
Loki geht sehr gerne mit ins Büro. Er liebte seine Kollegen und wenn wir uns dem Gebäude nähern kostet es ihn viel Selbstbeherrschung, nicht an der Leine zu ziehen um schneller am Eingang zu sein.

Holt eure Kollegen mit ins Boot

Wenn ihr entschieden habt, dass es für euch und euren Hund das richtige ist, einen Bürohund aus ihm zu machen, sprecht zuerst mit euren direkten Kollegen. Das waren in meinem Fall alle Kollegen, die mit mir in einem Büro sitzen und die Kollegen aus dem Nachbarbüro. Erklärt ihnen euer Anliegen und dass ihr natürlich alles unternehmt, damit sie den Hund praktisch nicht bemerken. Sollte auch nur ein Kollege einen Einwand gegen die Anwesenheit eures Vierbeiners haben, könnt ihr den Plan leider in den meisten Fällen schon beerdigen. Aber eventuell könnt ihr euch einigen: bietet zum Beispiel an, euren Hund an seinem Platz anzuleinen oder an einen anderen Schreibtisch umzuziehen. Sollte einer eurer Kollegen jedoch allergisch auf Hunde reagieren, müsst ihr euch leider damit abfinden, dass ihr euren Hund nicht mitbringen könnt.

Und nun zum Chef

Das letzte Wort hat natürlich euer Chef. Überlegt euch vorher, wie ihr das Gespräch eröffnen möchtet und legt euch einige Argumente zurecht. Ihr könnt auch erwähnen, dass alle Kollegen damit einverstanden wäre, wenn es einen Bürohund gäbe. Erklärt ihm auch, dass eure Arbeitsleistung nicht unter der Anwesenheit eures Hundes leiden wird. Hier kommen noch ein paar Argumente für einen Bürohund
  • Der Umgang mit Hunden wirkt sich stressmindernd auf den Menschen aus und senken somit das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.
  • Die Arbeitsatmosphäre wird aufgelockert. Die Kollegen haben mehr Spaß bei der Arbeit und wer gerne arbeitet, ist erwiesener Maßen seltener krankgeschrieben.
  • Hunde liefern Gesprächsstoff und sind ein echter Door-opener für den Umgang mit neuen Kunden oder Kollegen
  • Ein Bürohund ist auch gut für das Image einer Firma und kann an bestimmten Tag (z.B.: Kollege Hund des Deutschen Tierschutzbundes) richtig gut vermarktet werden.
  • Hundefreundliche Firmen könnten auf dem umkämpften Bewerbermarkt das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung eines Bewerbers sein

Verhaltensregeln im Büro

Sind die Kollegen und der Chef überzeugt, steht dem ersten Arbeitstag mit deinem Vierbeiner nichts mehr im Wege. Am besten du hast ihm schon vorher einen gemütlichen Rückzugsort mit einem Bett, einem Wassernapf und einem seiner Lieblingsspielzeuge (eines das NICHT quietscht) eingerichtet. Es ist von Vorteil, wenn euer Hund schon ein bisschen Erfahrung mit Deckentraining bzw. entspannen auf Kommando hat. 
Ich hab für Loki folgende Regeln im Büro aufgestellt
  • Das Büro ist ein Ruheort. Das bedeutet, dass im Büro nicht gespielt wird. Weder mit den Kollegen noch mit einem anderen Bürohund.
  • Er muss auf seinem Platz bleiben. Ausnahme ist natürlich, wenn ich es ihm erlaube einmal die Kollegen besuchen zu gehen.
  • Im Büro ist Ruhe. Das war ein hartes Stück Arbeit, denn Loki quengelt gerne, wenn ihm langweilig ist. Ich hab das geübt indem ich ihn immer belohnt habe, wenn er ruhig auf seiner Decke lag. Auch wenn er dann sogar den Kopf abgelegt hat, gab es einen Keks. Die Zeiten zwischen den Keksen habe ich dann immer länger gezogen, bis er sich wirklich entspannt hat.

Hunderegeln für die Kollegen

Auch die Kollegen sollten ein paar Regeln erklärt bekommen und sich dann auch daran halten. Für Lokis Kollegen gelten folgende Regeln:
  • Ihr dürft ihm gerade Kekse oder ähnliches geben, aber nur wenn er auf seinem Platz liegt. Damit möchte ich verhindern, dass er den ganzen Tag die Schreibtische abwandert auf der Suche nach etwas Essbarem.
  • Wenn er quengelt, wird er ignoriert. Kein “Ohhh Loki” oder sonstige Mitleidsbekundungen.
  • Im Büro wird nicht gerannt. Klingt eigentlich ganz simpel, aber wir hatten eine Zeit lang einen jungen Kollegen, dem das sehr schwer fiel.

Beschäftigung | Auslastung | Ruhe

Der tägliche Schlafbedarf eines ausgewachsenen Hundes beträgt zwischen zwölf und 14 Stunden. Es ist also keineswegs schlimm für euren Hund, wenn er mal ein paar Stunden am Stück ruhig in einer Ecke liegen soll. Eine Bedingung dafür ist natürlich, dass ich vor der Arbeit einen ausgiebigen Spaziergang macht und eure Mittagspause mit eurem Vierbeiner draußen verbringt. Wenn ihr eurem Hund ein wenig Abwechslung im Büroalltag verschaffen wollt, könnt ihr ihm auch eine Knabberstange oder einen gefüllten Kong oder ähnliches geben. Wenn Loki etwas zum Knabbern hat, sage ich meinen Kollegen, dass sie ihn eine Weile in Ruhe lassen sollen, damit er sich nicht von ihnen bedrängt fühlt. 

Nicht ablenken lassen

Ein Hund kann das Büro wirklich sehr bereichern, aber er kann einen auch ablenken Ihr als Hundehalter solltet den Kollegen gegenüber mit gutem Beispiel voran gehen und euch von eurem Vierbeiner nicht von der Arbeit ablenken lassen. Denkt immer daran, dass ihr vielleicht Vorreiter dafür seid, dass irgendwann so gut wie jede Firma Hunde am Arbeitsplatz erlaubt. Das funktioniert nur, wenn wir unseren Job als Bürohundehalter vorbildlich erledigen.
Wenn ihr einige Regeln und Punkte im Arbeitsalltag mit Hund beachtet, steht dem Bürohunde-Dasein eures besten Freundes nichts mehr im Wege.
Weitere Informationen zum Thema Bürohunde findet ihr ihr beim Bundesverband Bürohunde e.V. 
LokisLife
Ein Bürohund sorgt für gute Stimmung im Team. Zum Beispiel, wenn es sch als Sekretärin versucht.
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Loki vor unserem Arbeitsplatz.
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Um in unser Büro zu gelangen fahren wir am liebsten Fahrstuhl. Auch daran musste Loki sich erst gewöhnen.
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4 comments

  1. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Damon seinen ertsen Bürotag hatte – mirging es damals nur um eine “Überbrückungszeit”, da wir unsere alte Hündin gerade veoren hatten und nicht wussten, wann wieder ein weitere Hund einziehen wird. Damon hat 2008 angefangen mich ins Büro zu begleiten und bis zu meinem Wechsel ins Homeoffice sind dann ab März 2009 immer beide Hunde mitgegangen.
    Reglen für Hunde und Kollegen gab es bei uns natülich auch – aber die waren immer abhängig von den Hunden (gerade Füttern, Streicheln und Spielen).
    Was aber jeder gemerkt hat, Hunde im Büro sorgen wirklich für eine gnaz andere Stimmung.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow – die jetzt nur noch im Homeoffice arbeiten

  2. an meinen Kollegen würds schon scheitern. Wenn die querschießen können, dann schießen die quer….
    Ich würde, wenn, direkt über den Chef gehen, ohne Umweg über die Kollegen, die Chancen für ein “ja” stehen dann wesentlich besser. Den Kollegen würde ich sagen, dass es die Chefetage genehmigt hat. Da sie von meinem Hund weder etwas sehen, noch etwas hören würden, wärs auch egal, aber eben, wenndie einem in die Suppe spucken können, dann tun die das auch

    1. Hallo Daisy,
      wow, das klingt ja nicht besonders schön bei dir auf der Arbeit. Ich hatte bisher das Glück, dass ich meistens sehr nette Kollegen hatte, die auch irgendwann zu richtigen Freunden wurden. Aber wenn es anders nicht geht, ist dein Weg natürlich auch eine Möglichkeit 🙂

      Liebe Grüße,
      Mareike & Loki

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