Gastbeitrag: Sabrina Grieme über ihren Weg zur Hundefotografie

Sabrina Grieme mit ihrem Hund Emiel auf einer Wiese. Die junge Bremerin hat kürzlich ihr Hobby zum Beruf gemacht und ein Nebengewerbe als Hundefotografin angemeldet.
Teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden

Sabrina Grieme (25)

ist hauptberufliche Bilanzbuchhalterin und hat sich Anfang Mai 2022 mit ihrer Fotografie im Nebengewerbe selbstständig gemacht. Eines ihrer liebsten Motive ist dabei ihr vierbeiniger Begleiter Emiel. Der 2-jährige Rüde aus dem internationalen Tierschutz ist ihr erster Hund und wohnt bei ihr in Bremen. Er trägt den Spitznamen Chicken Nugget. 

Emiel mit seinem Frauchen Sabrina Grieme, die sich kürzlich als Hundefotografin selbstständig gemacht hat.

Von Sabrina Grieme

[Gastbeitrag | Werbung ohne Auftrag]

Moin zusammen, 
 
mein Name ist Sabrina und ich habe heute die Ehre, als Gast einen Beitrag auf Lokis Blog zuschreiben!
 
Vor eineinhalb Jahren zog unser erster Hund Emiel bei uns ein und wer kennt es nicht, natürlich wurde gerade in der ersten Zeit versucht alle Momente einzufangen. Scrolle ich in meinem Handy auf diese Zeit zurück sind wahrscheinlich 99 Prozent Fotos nur von Emiel, mittlerweile sind es nur noch 90 Prozent.
Hier mal so ein typisches Handyfoto aus der Zeit:
Der junge Rüde Emiel aufgenommen mit einem Handy.
©Sabrina Grieme

Doch mal im Ernst, würdet ihr euch so ein Foto in groß ausdrucken oder sogar vielleicht auf Leinwand?
Wahrscheinlich eher nicht.

Somit fing ich an, mich mit der Fotografie zu beschäftigen und jeder der damit schonmal angefangen hat, weiß wahrscheinlich auf wieviel Videos, Gruppen, Websites etc. man dort stößt.

Deshalb habe ich mir gedacht, ich verrate euch doch einfach mal wie ich es vom Handyfoto zu tollen Aufnahmen wie dieser geschafft habe:

Sabrina Grieme setzt Hunde mit ihrer Kamera in Szene.
©Sabrina Grieme

Equipment

Als erstes fragt man sich jetzt natürlich, brauche ich direkt eine Kamera für über 2.000 Euro und am besten noch ein Objektiv für 1.000 Euro.
Nein, das braucht ihr definitiv am Anfang noch nicht!
Ich bin beispielsweise mit der Sony Alpha 6000 gestartet, die ich mir gebraucht gekauft habe.
Als Tipp kann ich euch nur sagen, wählt dazu lieber ein passendes Objektiv mit einer niedrigen Blende aus.
Eine günstige Alternative für den Anfang wäre beispielsweise ein 50mm mit einer 1,8 Blendenöffnung.

Manueller Modus

Nun aber nochmal einen Schritt zurück, was ist überhaupt eine Blende? Andere Wörter die euch bestimmt schon über den Weg gelaufen sind könnten eventuell noch der ISO oder die Verschlusszeit sein. Diese drei Wörter solltet ihr euch unbedingt einprägen!
Ich selbst will euch jetzt gar nicht viel erklären, sondern kann euch hier wirklich nur den YouTube-Kanal von „ThinkPawsitiv“ empfehlen. Sie haben mir in meiner Anfangszeit sehr geholfen.

Das Allerwichtigste hier ist aber auch üben, üben und nochmal üben. Irgendwann bekommt man einfach ein Gespür welche Einstellungen die richtigen sind.

Location

Das nächste Problem, welches ich hatte war dann nun wo soll ich eigentlich fotografieren und worauf muss ich achten? Hier kann ich euch nur raten, sucht euch für den Anfang eine ruhige Location. Vielleicht auch erstmal einfach nur eine Wiese. Macht es euch wirklich noch nicht so schwer für den Anfang.

Bildaufbau

Viel wichtiger als die Location ist am Anfang nämlich erstmal der Bildaufbau. Denn durch einen schönen Bildaufbau wird auch aus der langweiligsten Location ein interessantes Bild.
Das Foto von Loki ist ein tolles Beispiel:

Mit einem interessanten Bildaufbau wird auch eine langweilige Location ein toller Hintergrund für Hundefotos.
©Sabrina Grieme

Bei diesem Foto habe ich mich für die Symmetrie entscheiden. Denn dadurch wird der Blick sofort auf den Hund gelenkt.
Ein zweiter Punkt ist auch noch einen komplett weißen Hintergrund zu vermeiden, denn dieser lenkt auch sehr schnell vom Hund ab. In diesem Fall ist es gerade noch in Ordnung.

Natürlich gibt es auch noch den goldenen Schnitt und auch die Drittel-Regel nach der man sich richten kann. Hierzu findet ihr aber noch einen tollen Beitrag von Mareike selbst [Hundefotografie: 7 Tipps mit denen du das perfekte Foto von deinem Hund machst].
Zu guter letzt sollte man übrigens immer versuchen auf der Augenhöhe des Hundes zu fotografieren. Zieht euch also nicht unbedingt eine helle Hose an – Rasenflecken gehen sehr schwer raus wie ich herausfinden musste.

Ruhe und Geduld

Ich glaube diese beiden Wörter sind tatsächlich nicht für mich gemacht, denn wenn es nach mir geht, sollte alles sofort klappen und am besten schon gestern! So läuft das beim fotografieren aber nicht. Ich selber bin auch immer noch am üben und lerne bei jedem Shooting neue Ding dazu und worauf ich achten muss.

Jeder Hund ist einfach anders und es gibt es auch Hunde welche kein „Sitz“ oder „Bleib“ können. Trotzdem gibt es auch hier die Möglichkeit tolle Fotos zu machen.

Photoshop

Mit Photoshop solltet ihr euch meiner Meinung nach erst ganz zum Schluss beschäftigen. Das Programm kann zwar super viel, aber macht aus einem komplett unscharfen Bild auch kein scharfes Foto. Wenn ihr wie ich absolute Neulinge in dem Programm seid, kann ich euch nur das Videotraining von „Tierfotografie Hamburg“ ans Herz legen. Laura fängt hier wirklich bei 0 an und erklärt einem erstmal den Aufbau des Programmes.

Danach heißt es in dem Programm auch weiter üben und üben. Der Prozess kann natürlich durch Videotrainings oder Coachings beschleunigt werden, sollte man die finanziellen Mittel aber nicht haben wird man durch die YouTube-Welt auch nach und nach seinen Weg finden.

Ich selber habe ein Coaching bei Ria Putzker gemacht und war dafür extra in Wien. Sie bietet allerdings auch tolle Online-Coachings an. Ich weiß zum Beispiel, dass Mareike auch bereits eins hatte.
Hier einmal ein Ergebnis von meinem Coaching:

Mit Coachings kann man sich selbst weiter bilden, um bessere Hundefotos zu machen.
©Sabrina Grieme

Gemeinsam arbeiten

Es gibt wirklich einige tolle Fotografen mit denen man sich einfach mal austauschen oder sich verabreden und gemeinsam üben kann. Natürlich ersetzt dieses kein bezahltes Coaching bei einem Top-Fotografen aber mir hat es sehr geholfen. Übrigens habe ich so Mareike und Loki am Ende auch persönlich kennengelernt, wir sind einfach mal zusammen mit den Hunden zum fotografieren losgezogen.

Baut also einfach zu Leuten, dessen Fotos ihr toll findet, etwas Kontakt auf und fragt mal freundlich nach ein paar Tipps. Denn ein gegeneinander Arbeiten macht doch niemanden glücklich!

Menschen-Fotografie

Eine Erfahrung die ich unbedingt noch mit euch teilen wollte: das Fotografieren von Menschen. Als ich anfing mit der Fotografie, kamen auch immer wieder Anfragen, ob ich nicht mal hier oder dort auf einem Event fotografieren kann. Natürlich ist es nett um etwas Geld zu verdienen, aber ich persönlich komme mir auf einem Event eher vor wie ein Paparazzi.
Egal in was für einer Hinsicht, ich bevorzuge einfach Hund!

Ich hoffe euch hat mein kleiner Gastbeitrag gefallen.
Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr mir jeder Zeit über Instagram kontaktieren.

Sabrina und Emiel im Netz und auf Social Media

Das könnte Dir außerdem gefallen:
Teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden