Trickdogging in Corona-Zeiten: Wie ein paar Freunde und ich unsere Hunde in der momentanen Situation mental auslasten

Trickdogging in Corona-Zeiten: Wie ein paar Freunde und ich unsere Hunde in der momentanen Situation mental auslasten
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Von Mareike Meyer

Mittlerweile steht Deutschland schon seit einigen Wochen ziemlich still. Auch wenn man noch mit seinem Hund spazierengehen darf – was ihr während Corona dürft und was nicht, lest ihr hier – fallen Gassidates und unser Training im Hundesportverein bis auf weiteres weg. Ich bemerke bei Loki einige Veränderungen, die mir zu denken geben. Ich vermute, dass ihm das Training fehlt und auch der Umstand, dass ich dauerhaft da bin und er seit über einem Monat keine Minute mehr alleine war, ist wohl nicht gerade förderlich was das Thema Stalking angeht. Aber auch das nehmen wir jetzt wieder verstärkt in den Fokus.
 

Hunde richtig auslasten dank Trickdogging

Damit ein Hund wirklich ausgelastet ist, braucht es mehr als stundenlange Spaziergänge oder eine große Joggingrunde. Genauso wichtig ist es, seinen Hund geistig zu fordern und dadurch auch zu fördern. Loki und ich machen das am liebsten über neue Hundetricks. Wenn wir an einem neuen Trick arbeiten ist Loki danach oft genauso platt wie nach einer anstrengenden Runde mit dem Dogscooter. Das merkt man durchaus auch körperlich. Er hechelt dann oft und schläft erstmal recht tief, um alles Neue zu verarbeiten. Corona hat dafür gesorgt, dass wir dieses kleine Hobby, das immer nur so nebenbei lief, ausgebaut haben. Wie einige Freunde und ich das momentan gestalten, lest ihr weiter unten. Aber vorher noch ein paar Worte zum Tricksen mit Hund.
 

Mit Clickertraining oder Markerwort zum Trickdogging-Erfolg

Ich arbeite beim Tricksen gerne mit einem Clicker, denn so kann ich Loki sehr genau belohnen, wenn er etwas richtig macht. Außerdem verschafft mir der Click ein paar Sekunden Zeit, um Loki einen Keks zu geben. Der Clicker muss allerdings vorher konditioniert werden, aber das ist ganz einfach: Setzt euch vor euren Hund und clickt. Dann gibt es sofort eine tolle Belohnung. Danach clickt ihr wieder und es gibt wieder eine leckere Belohnung für euren Hund. Recht schnell wird euer Vierbeiner das Geräusch mit der Leckerlei verknüpfen und nach dem Click direkt auf seine Belohnung warten. Und das war es auch schon.
Wichtig ist noch, dass ein Click immer ein Versprechen an euren Hund ist, dass er einen Keks bekommt. Wenn ihr clickt (auch wenn ihr hinterher merkt, dass ihr im falschen Moment geclickt habt), bekommt euer Hund immer ein Leckerchen. Wenn ihr keinen Clicker habt oder ihn nicht benutzen möchtet, könnt ihr stattdessen auch ein Markerwort etablieren. Loki kennt sowohl den Clicker als auch das Markerwort weil ich bei manchen Tricks beide Hände frei haben muss. Unser Markerwort ist dabei nicht sonderlich kreativ: Ich sage einfach “Click”.
 

Kurze Einheiten Trainingseinheiten

Wenn ihr mit eurem Hund tricksen möchtet, solltet ihr die Trainingseinheiten kurz halten. Neue Tricks zu lernen ist für euren Hund mental sehr anstrengend. Achtet darauf, euren Hund nicht zu überfordern und nicht zu lange zu üben. Achtet also genau auf Anzeichen von Stress. Wenn er zum Beispiel anfängt stark zu hecheln, habt ihr es übertrieben. Ich stelle mir immer einen Handytimer auf drei oder vier Minuten. Ihr könnt auch gerne mehrere Trainingseinheiten am Tag machen, aber haltet sie wirklich kurz. Es bringt auch nichts, zu lange zu trainieren. Euer Hund braucht die Pause, um das Erlernte verarbeiten zu können. Ein zu langes Training führt deshalb nur dazu, dass er am Ende gar nichts lernt.
 

Unsere digitale Trickdogging-Gruppe

Alleine zu tricksen ist zwar auch ganz nett, aber in einer Gruppe macht es einfach mehr Spaß. Man hat einen größeren Ansporn und kann durch den regen Austausch untereinander vielleicht einen neuen Zugang zu einem Trick finden, der bisher zu schwer erschien. Da man sich aufgrund von Corona aktuell ja nicht treffen kann, um gemeinsam zu trainieren, haben eine Freundin und ich eine Trickhunde-Gruppe per Messenger-Dienst ins Leben gerufen. Die Teilnehmer der Gruppe setzen sich aus Leute aus unserem Hundesportverein und Freunden oder Bekannten mit Hunden zusammen. Wir haben die Teilnehmerzahl auf maximal 20 begrenzt, damit wir den Überblick behalten können.
 

So kommt keine Langeweile auf

Auf unserer Trickliste stehen fast 50 verschiedene Hundetricks. Wir haben also genug Material, um die Corona-Krise zu überstehen. Jede Woche wird ein neuer Trick ausgelost. Das machen Loki und ich per Video-Botschaft. Wenn es mir möglich ist, gebe ich auch direkt ein paar Tipps zum Aufbau, aber den Großteil der Tricks können wir selbst noch nicht. Dann suchen wir passende Videos im Internet zusammen, die den Aufbau erklären. Und dann geht es auch schon ans Üben. Wer mag, postet Videos seiner Trainingsfortschritte oder bittet in der Gruppe um Hilfe beim Aufbau des Tricks. 
 

Ein bisschen Ehrgeiz gehört dazu

Um die Motivation etwas zu erhöhen gibt es für jedes eingereichte Trickvideo unterschiedlich viele Punkte. Je nach Leistung des Mensch-Hund-Teams. Auf diese Weise können wir jede Woche einen Wochensieger küren und am Ende der Corona-Zeit sogar einen Ranglistensieger. Wenn wir uns wieder treffen dürfen soll es eine große Siegerehrung mit ein paar kleinen Preisen für die Wochen- und den Gesamtsieger geben. Darauf freuen wir uns schon jetzt!
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