Unsere guten Vorsätze und Ziele als Mensch-Hund-Team für 2020

Gute Vorsätze und Ziele in der Hundeerziehung
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Von Mareike Meyer

Das Jahr 2020 ist nun schon ein paar Tage alt. Den Jahreswechsel haben wir zum Anlass genommen, einmal unsere guten Vorsätze für dieses Jahr zu Papier zu bringen. Auf diese Weise können wir Ende 2020 zurückblicken auf das, was wir erreicht haben oder auch die Ziele, die dann noch offen sind. Dabei handelt es sich um lauter Dinge, die das Zusammenleben, das Training und die Erziehung von Loki betreffen.
 
 

Die Begleithundeprüfung

Dieses Ziel haben wir jetzt schon seit mehreren Jahren. Wie ihr wisst, sind Loki und ich im Hundesportverein und damit wir dort an Turnieren oder ähnlichem teilnehmen können, brauchen wir die Begleithundeprüfung. Wir wollten sie eigentlich im Herbst 2019 ablegen, aber dann wurde sie kurz vor dem Termin abgesagt. Der Grund: Wir waren zu schlecht. Nicht nur Loki und ich – alle gemeldeten Prüflinge hatten überraschenderweise kurz vor der Prüfung echte Aussetzer. Wir hätten wahrscheinlich nicht bestanden. Ich weiß, dass das bei Loki und mir an mir gelegen hat. Ich habe mich selbst stark unter Druck gesetzt, obwohl ich das nicht wollte. Ich konnte das aber irgendwie auch nicht abstreifen und diese Anspannung hat sich am Ende so sehr auf Loki übertragen, dass im Training einfach nichts mehr funktioniert hat. Seit der Druck der bevorstehenden Prüfung weg ist, klappt das Arbeiten auf dem Hundeplatz wieder wesentlich besser.
Ich hoffe sehr, dass mir das dieses Jahr nicht wieder passiert und dass ich es schaffe, ruhig zu bleiben.
 
 

Ein Better-Mushing-Seminar

Loki und ich fahren seit Ende 2018 Dogscooter und ich würde dieses Hobby gerne noch ein wenig mehr ausbauen. Dazu möchte ich in diesem Jahr ein Better-Mushing-Seminar besuchen. Diese Seminare sind für alle Zughundesportler interessant und umfassen einen theoretischen und einen praktischen Teil. Sie werden von den Vereinen des Verbands Deutscher Schlittenhundesport Vereine (VDSV) veranstaltet und sind die Voraussetzung, um eine Rennlizenz des VDSV für nationale und internationale Rennen zu bekommen.
Ich möchte nicht ernsthaft mit Loki an Rennen teilnehmen, aber ich finde es sehr wichtig, sich weiterzubilden und vielleicht neue Dinge auf einem solchen Seminar zu lernen.
 
 

Ziehen ohne Hasen und ein ruhiger Start

Ebenfalls in den Bereich Zughundesport fällt dieser Punkt: Ich möchte gerne mit Loki auch längere Strecken ohne einen Hasen scootern. Ein Hase ist jemand, der mit einem Fahrrad oder einem eigenen Gespann vorweg fährt und den Hund so zum Ziehen motiviert. Loki scootert zwar auch alleine, aber verliert nach rund zwei Kilometern ein wenig die Motivation. Wenn wir einen Hasen dabei haben, ist das anders. Da zieht er konstant durch. Deshalb werde ich mich in 2020 vor allem auf das Scootern ohne Hasen und einen gesitteten Start konzentrieren.
Denn dort hapert es leider mächtig, wenn wir nicht alleine sind. Gehen wir gemeinsam mit anderen Gespannen an den Start, fährt Loki total hoch. Er bellt, dreht sich im Kreis, zerrt wie ein Irrer und beißt im Übersprung sogar in die Leine. Daran müssen wir wirklich hart arbeiten. Starten wir alleine, steht er ein super Line-Out – das bedeutet er bringt die Leine auf Spannung und wartet ruhig auf das Startsignal.
Ihr seht: Das Scootern ist eine große Baustelle, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen, denn wir haben mittlerweile einige tolle Musher kennengelernt und werden sicher den ein oder anderen guten Tipp bekommen.
 
 

Weniger Schreckhaftigkeit

Loki reagiert immer schnell und übertrieben stark auf laute Geräusche. Daran möchte ich gerne mit ihm arbeiten. Ich überlege gerade noch, wie ich das Training gestalten soll, um ihn etwas “abzuhärten” gegen laute Geräusche. Dabei handelt es sich hauptsächlich um so alltägliche Geräusche wie Klatschen oder lautes Lachen. Zu Silvester machen wir jedes Jahr eine Geräuschdesensibilisierung und das funktioniert auch prima. Eventuell lasse ich mir etwas ähnliches für den Alltagslärm einfallen.
 
 

Camp Canis Wingst & Hoope

Natürlich gehören auch ehrgeizige sportliche Ziele zu unseren Vorsätzen. Ich habe uns für Camp Canis in Hoope und in der Wingst angemeldet. Es sind zwar “nur” jeweils 5 Kilometer Strecke, aber das größte Problem ist, dass ich das erste einmal schaffen muss. Deshalb muss ich nun also ins Training einsteigen. Habe ich schon erwähnt, dass ich scootere, weil ich selber total unsportlich bin? Mein Team trainiert jetzt einmal die Woche zusammen, allerdings muss ich zu der Zeit immer arbeiten, deshalb muss ich alleine laufen. Drück die Daumen, dass das klappt. Den Beitrag zu unserem allerersten Camp-Canis-Start in der Wingst 2019 findet ihr übrigens hier.
 
 

Leinenführigkeit im Alltag

Eines unserer größten Erziehungsprobleme ist schon immer die Leinenführigkeit. Ich habe mir für 2020 fest vorgenommen, das endlich in den Griff zu bekommen. Ich weis auch ziemlich sicher, dass es meine Schuld ist, denn ich bin zu inkonsequent bei diesem Thema. Und Loki auf der anderen Seite ist ziemlich stur und schwer zu knacken. Ich halte 100 Spaziergänge mega durch, dann lasse ich bei einem Spaziergang die Zügel etwas schleifen und alles ist wieder wie zuvor. Deshalb will ich auch hier ganz stark an mir arbeiten.
 
 

Mehr zusammenwachsen

Ich möchte auch noch mehr mit Loki harmonieren. Ich möchte enger mit ihm zu einem Team zusammenwachsen. Das könnte schwierig werden, denn unsere Bindung zueinander ist schon sehr intensiv, aber ich denke, ein bisschen was geht da noch.
 
Wie euch vielleicht aufgefallen ist, sind alle Probleme, die wir haben meine Schuld. Es liegt an meinem Ehrgeiz, meiner Unsportlichkeit oder meiner Nervosität. Mich hat diese Auflistung zumindest in meiner Überzeugung bestärkt, dass nicht Loki die Fehler macht, sondern ausschließlich ich.
Jetzt würden mich eure guten Vorsätze für das kommende Jahr interessieren: Habt ihr welche? Habt ihr sie euch irgendwo notiert?
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