Lokis Tagebuch: Waunachten (28. Dezember 2019)

Lokis Tagebuch Waunachten (28. Dezember 2019)
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Von Mareike Meyer

Liebes Tagebuch,

du ahnst gar nicht, was hier momentan los ist. Seit ein paar Tagen, sind die und der Olle völlig übergeschnappt. Alles begann damit, dass der Olle einen Baum mit nach Hause brachte. Richtig gehört: einen BAUM! Nicht ein Stöckchen so wie ich manchmal für meine Stöckchensammlung. Nein, es musste direkt ein ganzer B-A-U-M sein. Und anstatt ihm zu sagen, dass wir dafür keinen Platz haben, hat die Olle doch tatsächlich meine geliebte Höhle beiseite geschoben und das Ding dort hingestellt, wo eigentlich ich residiere.
Der Baum war in einer komischen Tüte und als der Olle die aufgeschnitten hatte, musste ich doch einmal daran schnüffeln. Ja, kein Zweifel: Das Ding war echt! Dann holten die beiden ganz viele Kartons aus dem Keller und fingen an, den Baum mit Kugeln vollzuhängen. ‘Das arme Gestrüpp’, dachte ich bei mir und beschloss die beiden mal machen zu lassen. Am Ende wurde der Baum sogar noch beleuchtet. Echt irre.
Da stand nun also dieses riesige Ding an einem Platz, der eigentlich mein Platz war und funkelte vor sich hin. Die Olle schien sehr glücklich darüber und summte immer irgendwelche komischen Lieder. Auch als sie ganz viel buntes Papier anschleppte und anfing, tolle Sachen darin einzupacken. Ich wollte mir das alles näher ansehen, aber sie hat mich in meine Höhle geschickt. 
Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass ich die ganzen Pakete ein paar Tage später auspacken durfte. Es hat total Spaß gemacht, das Papier zu zerfetzen und da waren so viele leckere Sachen und Spielzeuge drin. Das war ein unglaublicher Abend. Am Ende bin ich todmüde ins Bett gefallen.
Der nächste Tag wurde dann sogar noch toller! Wir sind zu Oma und Ope gefahren und dort gab es noch mehr Päckchen für mich. Ich glaube, ich habe an dem Tag viel zu viel gegessen, denn ich hatte abends ziemliche Bauchschmerzen und musste die Ollen in der Nacht vier Mal wecken, damit ich frische Luft im Garten schnappen konnte.
Den Tag darauf habe ich mit dem Ollen allein verbracht, denn die Olle musste arbeiten. Am Abend meinte die Olle, dass es traurig sei, dass der Baum schon die Äste hängen lässt. Ich hatte ihr ja angeboten, ihn zu wässern, aber das wollte sie irgendwie nicht. 
Jedenfalls hat sich mittlerweile alles etwas normalisiert. Der Baum ist zwar noch da, aber sicher nicht mehr lange. Und notfalls schubse ich das Ding einfach um.
 

Loki

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