Lokis Tagebuch: Loki im Olymp (17. September 2019)

Lokis Tagebuch: Camp Canis und der Olymp | Wingst | Zugshundesport | Canicross | Sport mit Hund
Teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden

Von Mareike Meyer

Liebes Tagebuch,

mir tut noch immer alles weh. Ich spüre Muskeln von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Und auch die Olle ächzt jedes Mal beim Aufstehen. Wir haben vor zwei Tagen bei einer ganz tollen Veranstaltung mitgemacht. Camp Canis heißt die und es war ein bisschen wie der Himmel und die Hölle auf Erden gleichzeitig. Klingt komisch, oder? Ist aber so!
Aber der Reihe nach: Also ich musste total früh aufstehen, obwohl es Sonntag war. Ich hab nur schnell etwas gegessen und bin dann einfach wieder ins Bett gegangen in der Hoffnung, dass die Olle ohne mich irgendwo so früh hin muss. Da lag ich leider falsch. Also hat sie mich noch vor Sonnenaufgang ins Auto verfrachtet und wir sind ziemlich lange gefahren. Irgendwann wurden wir langsamer und ich habe aus dem Fenster gesehen. Da war ein anderer Hund, der hat mich fürchterlich aufgeregt und ich habe ihm lauthals meine Meinung gesagt. Das mache ich normalerweise nicht, aber der war wirklich doof. Die Olle meinte vorne etwas von “Das fängt ja gut an. Wenn du das die ganze Zeit machst, fahren wir wieder nach Hause”. Keine Ahnung, was ihr Problem war. Am liebsten hätte ich sie auch direkt angebellt, aber das habe ich mich dann doch nicht getraut.
Als wir endlich aus dem Auto ausstiegen waren da auch Brownie und Washington mit ihren Frauchen. Ich habe mich total gefreut, die beiden zu sehen. Nach einer Weile haben die Ollen dann angefangen, sich ihre komischen Felle anzuziehen, die sie immer tragen wenn sie rennen. Und Brownie, Washington und mir haben sie unsere Laufgeschirre angezogen. Wir sind dann zu so einem Zelt gegangen, wo eine nette Frau mit einem gerät an meinem Hals entlanggefahren ist. “Den Chip auslesen” hat die Olle das genannt. 
Danach ging es endlich los! Wir durften richtig zeigen, was wir können. Leider sind die Ollen nicht so wirklich schnell hinterher gekommen und so mussten wir uns richtig ins Zeug legen, um sie zu ziehen. Ganz viele Leute haben uns angefeuert und ich hatte den Spaß meines Lebens – zumindest bis wir an einen kleinen See kamen. Zuerst war noch alles gut und wir haben etwas getrunken, aber dann wollte die Olle doch echt, dass ich in ein kleines Schlauchboot steige. Hat die den Verstand verloren?! Washington ist sofort in ein Boot gehüpft und auch Brownie ist irgendwann eingestiegen. Alle warteten nur noch auf mich und mir war das irgendwie unangenehm, dass ich mich nicht traue. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und bin in das Boot gestiegen. Wir setzten über und ich wollte einfach so schnell es geht raus aus dem Kahn. Also bin ich einfach raus aus der Nussschale, aber wir waren noch gar nicht ganz am Ufer. Ich bin einmal komplett untergetaucht und ihr wisst ja, wie sehr ich das Gefühl von Wasser an meinem Bauch verabscheue. Leicht panisch bin ich ans Ufer geschwommen. Die Olle war total schadenfroh. Hat immer gerufen “Loki! Du bist geschwommen! Du mutiger kleiner Hund! Du bist so tapfer!”
Und während ich mich noch freue, nicht ertrunken zu sein, schickt die Olle mich schon wieder ins Wasser. Auf so einen wackeligen Steg, der unter mir direkt untergegangen ist. Nach den ersten paar Metern bin ich dann wie in Schockstarre stehengeblieben und habe mich nicht mehr weiter getraut. Das war ganz ganz schlimm! Zum Glück kam die Olle zurück und hat mich etwas hochgehoben. Ich bin dann so schnell ich konnte über den Steg gerannt und die Olle ist wohl über irgendetwas im Wasser gestolpert. Jedenfalls ist sie hingefallen und mit dem Gesicht in dem Tümpel gelandet. Kurz tat sie mir leid, aber als sie mich beim nächsten Hindernis überredet hat auf eine wackelige Plattform zu steigen und die ist dann an einem Seil über den See gerauscht, wünschte ich mir, sie würde wieder baden gehen. 
Diese drei Sachen waren wirklich schlimm. Alles andere war total ok. Mal mussten wir zusammen durch einen Tunnel kriechen, mal über Heuballen klettern und mal einfach ein Stück zusammen rennen. An einer Station sollten Washington, Brownie und ich etwas erschnüffeln. Es gab drei Antwortmöglichkeiten und wir haben den Ollen direkt gesagt, dass Nummer zwei die richtige Antwort ist, aber irgendwie haben sie uns nicht verstanden. Innerlich haben wir entnervt die Augen verdreht, als die Ollen meinten, es sei Nummer eins. Wann erfindet endlich jemand ein Gerät, damit die Menschen uns verstehen. Primaten sind einfach doof.
Ganz zum Schluss sind Brownie und Washington mit ihren Frauchen eine total hohe Rutsche hinuntergesaust. Ich wollte gerade hinterher, da beschloss die Olle, dass sie dieses Hindernis auslassen will. Ich glaube, sie hatte Angst. Das ist ok. Es kann ja nicht jeder so mutig sein, wie ich an diesem Tag, deshalb bin ich mit ihr außen herum gegangen. Beim Zieleinlauf haben uns wieder ganz viele Leute zugejubelt und die Ollen wirkten so glücklich. Es ging einem echt das Herz dabei auf.
Insgesamt war das wirklich ein total toller Tag. Aber der Muskelkater hätte echt nicht sein müssen…
 

Loki

Teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden

Lokis Tagebuch: Wasser von oben (20. Juli 2019)

Regen und Gewitter im Hundesportverein

Von Mareike Meyer Liebes Tagebuch, ich denke, die Olle ist jetzt endgültig übergeschnappt. Sie hat mich heute eine halbe Ewigkeit durch den Regen gejagt. Aber von vorne: Eigentlich begann alles wie immer. Wir waren einmal mehr spät dran. Die Olle eilte durchs Haus, sammelte irgendwelche Sachen zusammen und schnitt noch schnell ein paar Stückchen Trainingswurst […]

Continue Reading