Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten (Blogparade)

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Von Mareike Meyer

TShiva Wuschelmädchen hat kürzlich eine Blogparade zum Thema “Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten” gestartet und sammelt auf diesem Wege mehr oder eher weniger hilfreiche Tipps von völlig fremden Menschen. Dieses Phänomen ist auch mir schon häufiger begegnet. Überraschenderweise fühlen sich viele Menschen befleißigt, einem Ratschläge zu erteilen um die man nicht gebeten hat. Aber lest selbst, was wir uns schon alles anhören durften.
 

Das ist ein *setzen Sie hier bitte irgendeine x-beliebige Hunderasse ein*

Ja, was würde ich nur ohne die Experten machen, die meinen Hund nach nur einem kurzen Blick einer Rasse zuteilen? Vorzugsweise läuft die Konversation wie folgt ab: “Das ist aber ein hübscher. Welche Rasse ist das?” Wenn ich dann antworte, dass Loki aus dem Tierschutz stammt und wahrscheinlich keiner Rasse so richtig angehört, kommt sofort eine Einschätzung: “Das ist ein Border Collie / Schäferhund / Hütehund / Labrador-Mix / Irish Setter-Mix / Mudi.” Und manchmal folgt noch ein: “So einen hatte ich auch mal. Brauchen viel Auslastung.”
Danke! Jetzt weis ich endlich, welche Rasse in meinem Hund steckt.
 

Die ist läufig, oder? Meiner benimmt sich sonst nie so

Ähm, nein, tut mir leid. ER ist nicht läufig.
 

Aber Ihrer ist doch freundlich!

Kennt ihr das? Ihr möchtet einfach gerade keinen Kontakt mit einem fremden Hund und erst recht nicht an der Leine und in dieser Sekunde macht es “Click” und der andere Hundehalter löst die Arretierung seiner Flexileine. Wenn ich dann darum bitte, dass der Hund zurückgerufen wird und die sich eben nicht “Hallo” sagen sollen, bekomme ich oft eine Beurteilung der Sozialkompetenz meines Hundes. “Aber ihrer ist doch freundlich!” und “Sehen Sie nicht, dass ihrer auch spielen will?” höre ich dann beispielsweise. Danke, ihr lieben Hundeprofis, ich weiß, dass mein Hund freundlich ist und gerne spielen würde. Und ich bin meistens missgelaunt und würde gerne ein paar Backpfeifen verteilen, aber tue ich das? Nein.
 

Hunde brauchen Sozialkontakte

Absolut richtig! Aber mit welchen Hunden mein Hund wann welche Art von Kontakt hat, bestimme ich und nicht er und erst recht nicht irgendjemand, der nicht in der Lage ist, seinen Hund anzuleinen oder von einem anderen Hund wegzurufen. Für viele Hundehalter, denen ich begegne, scheine ich eine echte Tierquälerin zu sein. Sie prophezeien mir sogar manchmal, dass mein Hund dadurch zu einem unsozialen Beißer werden würde. Ich wage das zu bezweifeln. Ich habe es mittlerweile auch aufgegeben, meinen Erziehungsstil zu erklären. Das hat eh keinen Sinn. Und wenn ich es wage, einen fremden Hund ohne Leine zu blockten und zu vertreiben, bin ich sowieso die hysterische Tante mit dem armen Hund ohne Sozialkontakte. Man gewöhnt sich daran.
 

Die klären das unter sich

Natürlich tun sie das, aber als Hundehalter ist es mein Job, die Dinge zu klären. Mein Hund soll in jeder Situation auf mich vertrauen können und nicht das Gefühl haben, dass er etwas regeln muss.
 

Hunde müssen bellen

Ja, mag sein. Aber ich muss es mir nicht seelenruhig ansehen, wenn mein Hund am Gartenzaun auf und ab läuft und alles und jeden verbellt, der sich dem Grundstück nähert.
 

Der ist zu gut erzogen

Jetzt fragt ihr euch zu recht: Ernsthaft?! Ja, ernsthaft. Das durfte ich mir schon mehrmals anhören. Der Grund ist immer der gleiche: Loki nimmt keine Kekse von fremden. Das war ein hartes Stück Arbeit und ich bin auch wirklich sehr stolz darauf, aber wenn der Postbote extra ein paar Leckerlis mitbringt und der Hund nur die Nase rümpft, kommt dieser Kommentar.
Pinterest Blogparade Hundeprofis

Beiträge zur Blogparade

Ihr möchtet dabei sein?

Jetzt bin ich gespannt: Was dürfte ihr euch so von den selbsternannten Hundeprofis anhören? Schreibt es entweder hier in den Kommentaren oder verfasst euren eigenen Blogbeitrag und postet den Link hier in den Kommentaren, um an der Blogparade teilzunehmen.
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