DIY: Booties – So nähst du Schuhe für deinen Hund

DIY: Booties - So nähst du Schuhe für deinen Hund
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Von Mareike Meyer

Unsere Hunde legen viele Kilometer auf ihren Pfoten zurück. Das ist meistens kein Problem, aber manchmal wird es nötig, ihre Pfoten vor Verletzungen oder Kälte zu schützen. Für unseren ersten Winterurlaub habe ich Loki vier Hundeschuhe, sogenannte Booties, genäht. Er hatte schon vorher Booties aus dem Internet, allerdings haben die nie wirklich gut gepasst, denn Lokis Pfoten hinten und vorne sind nicht gleich groß. Also habe ich beschlossen, ihm einen Satz Booties für den Schnee, aber auch zum Scootern zu nähen.
 

Wieso braucht ein Hund überhaupt Schuhe?

Bei Schnee können sich zwischen den Zehen der Hunde Eisklumpen ansammeln. Das kann sehr schmerzhaft für die Vierbeiner sein und Wunden verursachen. Auch Streusalz kann im Winter an die Pfoten gelangen und diesen so die Feuchtigkeit entziehen. Die Pfoten werden trocken und rissig. 
Im Zughundesport werden die Pfoten natürlich noch etwas stärker beansprucht als im Alltag. Außerdem kann der Trail durch schwieriges Gelände oder über Schotter führen. 
Im Sommer kann auch sehr heißer Asphalt schmerzhaft für euren Hund sein. Zudem kann man die Booties nutzen, wenn der Hund schon eine Verletzung an der Pfote hat, damit er nicht an die Wunde kommt.
Ihr seht also: es gibt viele Gründe, seinem Hund Schuhe anzuziehen. Auf jeden Fall schadet es nicht, welche zu haben.
 

Das Material

Ihr benötigt folgende Dinge, um die Booties zu nähen.
  • Widerstandsfähiger und eventuell wasserdichter Stoff
  • Klettband zum Aufnähen
  • Nähsachen und am Besten eine Nähmaschine
Ich habe als Stoff einen alten Rucksack genommen und diesen zerschnitten. Rucksackstoff ist in der Regel sehr widerstandsfähig und außerdem recht wasserabweisend. Man kann ihn außerdem zusätzlich imprägnieren.
 

Das Schnittmuster erstellen

DIY: Booties - So nähst du Schuhe für deinen Hund
Damit ihr das Schnittmuster erstellen könnt, müsst ihr euren Hund auf ein Blatt Papier stellen und um die Pfote herumzeichnen.
Damit die Booties nicht beim Laufen drücken, ist es sehr wichtig, dass die Schuhe richtig passen. Das geht am besten, wenn ihr das Schnittmuster selbst erstellt. Die grundsätzliche Form des Schnittmusters findet ihr HIER als .pdf-Datein zum Download.
Ihr solltet für die Vorder- und Hinterpfoten verschiedene Schnittmuster erstellen. Dazu legt ihr ein Blatt Papier auf den Boden und lasst euren Hund eine Pfote daraufstellen. Achtet darauf, dass er dabei steht und nicht etwa sitzt oder liegt. Nun zeichnet ihr mit einem Stift um die Pfote herum, sodass eine Art Oval auf dem Blatt entsteht.
Dieses Oval ist die Grundlage für das Schnittmuster. Auf der Vorlage habe ich euch die Abstände des Schnittmuster-Randes zum Pfotenabdruck notiert. Macht euch ein paar Markierungen entsprechend der Abstände und verbindet diese zu einer Art Vasenform. Die Höhe des Schaftes bestimmt ihr selbst. Die Nahtzugabe ist bei der Vorlage schon mit eingerechnet.

Und los geht’s

Um den Stoff zuzuschneiden, legt ihr ihn an der Spitze des Booties doppelt. Legt die Schablone darauf und befestigt sie mit Stecknadeln. Dann könnt ihr einfach den doppelten Stoff entlang der Schablone zuschneiden. Dadurch, dass ihr den Bootie an der Spitze einfach nur umklappt am Ende, ist dort keine Naht, die drücken kann. Am besten ihr beginnt erst einmal mit einem Bootie und tastet euch an die richtige Passform ran.
Als nächstes bereitet ihr das Klettband vor. schneide zwei gleichgroße Stück zu, die jeweils so breit sind wie der Bootie. Diese beiden Stück näht ihr aneinander, allerdings so, dass eines nach oben und eines nach unten zeigt. Danach näht ihr eine Hälfte des Klettbandes auf eine Seite des Bootie. Die Position findet ihr auf der Vorlage für das Schnittmuster. 
Nun versäubert ihr die beiden oberen Ränder des Booties (der später die Öffnung des Schuhs darstellt) mit einem Zickzackstich. Danach klappt ihr den Bootie wieder zusammen und zwar so, dass das aufgenähte Klettband innen ist. Dann näht ihr mit einem Zickzackstich die beiden Seiten des Bootie zusammen (denkt daran, nicht die beiden oberen Ränder zusammen zu nähen). 
Danach habe ich noch einmal mit einem Geradstich am Rand des Zickzackstiches entlang genäht, damit der Bootie länger hält. Wenn ihr nun den Bootie auf die andere Seite dreht, seid ihr auch schon fertig. Ich habe Lokis Booties von innen mit einem Edding beschriftet, damit ich vorne und hinten nicht verwechsle. 
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