Warum unser erster Besuch einer Hundemesse auch vorerst unser letzter sein wird

Warum unser erster Besuch einer Hundemesse auch vorerst unser letzter sein wird
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Von Mareike Meyer

[Werbung ohne Auftrag]

Was war ich aufgeregt! Loki und ich waren zur Hundemesse Doglive nach Münster eingeladen worden, um dort am edogs.de-Stand unseren Preis für den zweiten Platz beim #BlogWithYourDog-Award abzuholen. Ich hatte lange überlegt, ob ich Loki mitnehmen sollte und habe schließlich entschieden, es zu versuchen. Ich wollte den Besuch für eine Art Training nutzen und war fest entschlossen, dass Loki und ich uns von unserer besten Seite zeigen würden.
 

Mit dem Gesicht voran den Boden der Tatsachen geküsst

Natürlich habe ich uns mal wieder zu viel abverlangt. Das passiert mir leider sehr oft und ich arbeite daran, aber manchmal packt mich einfach der Ehrgeiz. Schon während wir am Einlass darauf warteten, dass Lokis Impfpass kontrolliert würde, war mein kleiner Flausch völlig Out-Of-Order. Überall roch es verlockend und an jeder Ecke waren fremde Hunde. In der Messehalle selber gab es viele Näpfe zum probieren der leckersten Dinge. Ich stellte mich auf Durchfall ein und sollte nicht enttäuscht werden. Aber das wäre auch so gekommen, wenn Loki nichts probiert hätte. Immer wenn er etwas Aufregendes erlebt, schlägt es ihm sofort auf den Magen. So führt uns unser erster Weg auch direkt zu der Fläche auf dem Außengelände, an dem die Hunde sich erleichtern konnte. Das war wirklich gut gemacht. Es gab Tüten und Mülleimer und alle beseitigten die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner brav.
 

Ein bisschen Pipi hier, ein kleines Kacki da

In der Halle sah das leider ganz anders aus. Die wirklich fleißigen Reinigungskräfte taten ihr Mögliches, um alles ordentlich zu halten, aber ich dachte zwischendurch wirklich, dass es ihnen nicht zu verübeln sei, wenn sie nach diesem Wochenende Hunde hassen würden. Dabei sollten sie lieber auf jene Halter wütend sein, die ihren Hund direkt vor den Kinderbereich sein großes Geschäft verrichten lassen und es dann nicht einmal mitnehmen. Ich war ehrlich ziemlich fassungslos und habe mich ein wenig für diese Hundehalter geschämt. Natürlich waren längst nicht alle so. Ich erinnere mich an eine Dame mit zwei Windhunden im Schlepptau, die ihrem Frauchen völlig brav ohne Leine auf Schritt und Tritt folgten und die nichts anderes wahrzunehmen schienen, als die Frau, die sie so sehr liebten.
Oder an die liebe Alex von @teambunteskonfetti die mit ihrem Australian-Cattle-Dog-Rüden Julius am Multitalent-Wettbewerb teilnahm. Julius war so artig, dass ich Alex ein paar neidische Blicke zuwarf.
 

Der Schlauere gibt nach, der Stärkere gewinnt

Loki hingegen schien zu glauben, dass die anderen Leute auf der Messe eine Zughundevorführung brauchten. Er zog und zerrte die ersten zwanzig Minuten so sehr an der Leine, dass ich den Besuch fast abgebrochen hätte. Auch mit meinen tollen Käseleckerlie konnte ich nicht wirklich etwas werden, immerhin gab es eh überall etwas zu essen. Irgendwann schienen ihn dann die Kräfte zu verlassen und es war tatsächlich möglicht, dass ich ein bisschen anständiges Fußlaufen mit ihm trainieren konnte. Meine Nerven lagen da schon ein wenig blank und es wurde noch etwas schlimmer, als wir gerade ein paar Durchgänge an der Turnierhundesport-Bahn beobachten wollten: Wie aus dem Nichts tauchte ein großer flauschiger Hund auf. Er trug weder Halsband noch Geschirr und somit auch keine Leine. Herrchen oder Frauchen waren auch nirgends zu sehen. Er forderte Loki zu einem kleinen Spiel auf und ich hatte anständig zu kämpfen, damit das ganze nicht in einer wilde Toberei an der Leine ausartete.
 

Flauschiger Vierbeiner auf Abwegen

Als ich mich suchend nach den Besitzern des fremden Hundes umsah, stellte ich fest, dass Herrchen und Frauchen drei Stände weiter bei einem Fotografen darauf warteten, dass ihr Hund zu ihnen zurück kam. Herrchen hatte die Leine und das Halsband in der Hand und pfiff und flötete nach seinem Hund. Irgendwann gab er es dann doch auf und kam herüber. Aber der Vierbeiner dachte nicht daran, seine Freiheit aufzugeben, er büxte erneut aus und markierte am nächstbesten Messestand. Kopfschüttelnd und etwas fassungslos blieb ich zurück.
 

Loki zeigt doch noch was er kann

Warum unser erster Besuch einer Hundemesse auch vorerst unser letzter sein wird
Am Stand von edogs.de wusste Loki mit ein paar Kunststückchen zu beeindrucken.
Das klingt jetzt im ersten Moment alles nicht besonders schön, aber wie so oft gab es auch tolle Momente. Loki und ich durften beispielsweise eine Runde auf der Turnierhundesport-Bahn drehen. Die Hindernisse kennt er natürlich schon aus unserem Verein und er macht das wirklich gerne. Ich wollte einfach sehen, wie er sich in einer so völlig fremden Umgebung mit so vielen Ablenkungen schlägt. Und er hat das absolut toll gemacht. Und auch am Stand von edogs.de wo wir unseren Preis von edogs.de und der Uelzener-Versicherung entgegennahmen, hat er sich von seiner besten Seite gezeigt.
 

Unser Fazit

Warum unser erster Besuch einer Hundemesse auch vorerst unser letzter sein wird
Das alles haben wir beim #BlogWithYourDog-Award gewonnen.
Insgesamt war es ein anstrengender Tag für Loki genauso wie für mich. Weil ich so darauf bedacht war, dass Loki nichts anstellt, habe ich kaum an den Ständen stöbern können. Am Ende habe ich nur eine Tüte Leckerein für Loki erstanden, obwohl ich eigentlich die Kreditkarte zum Glühen bringen wollte. Geärgert habe ich mich über ein paar der anwesenden Hundehalter. Dem Veranstalter ist hier kein Vorwurf zu machen. Man tat, was man konnte, um alles schnell wieder sauber zu machen. Ich kann nicht verstehen, wieso manche Hundehalter sich so rücksichtslos verhalten und damit uns alle in Verruf bringen. Dass ich selbst auf dem Weg zum Auto vor der Halle noch in Hundekot getreten bin, verbesserte diesen Eindruck leider auch nicht.
Insgesamt habe ich beschlossen, dass das vorerst unsere letzte Messe war. Den Stress möchte ich Loki zeitnah nicht wieder antun. Und vielleicht komme ich selber ja mehr in Shoppinglaune, wenn ich weis, dass Loki entspannt zuhause ein Schläfchen hält.
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