Blogparade: Wie verbringe ich Weihnachten mit meinem Hund?

Durch Corona wird dieses Weihnachtsfest anders als alle bisheriger, dennoch werden wir natürlich ein paar besondere Tage verbringen. Wie wir dieses Jahr Weihnachten feiern, lest ihr hier.
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Von Mareike Meyer

Als die liebe Kerstin von Flummi’s Diary zu dieser Blogparade mit dem Thema Wie verbringe ich Weihnachten mit meinem Hund?” aufrief, dachte ich zuerst: “Na wie jedes Jahr.” Doch stimmt das? Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher. Das aktuelle Pandemiegeschehen durch das COVID-19-Virus hat dieses Jahr ganz schön auf den Kopf gestellt. Aber wird es auch mein Weihnachten beeinflussen?
Die Antwort lautet: bedingt. Ein Großteil der vorweihnachtlichen Traditionen fällt in diesem Jahr aus. Kein Besuch mit der gesamten Familie und allen engen Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, kein Raketenshopping mit meinem pyrobegeisterten Kollegen, kein Wichteln im Büro, keine Weihnachtsfeier – weder in der Firma noch privat beispielsweise im Hundesportverein. Das mag jetzt ein wenig wehmütig klingen und natürlich sind alle diese Absagen die absolut richtigen Schritte, um unser Gesundheitssystem zu entlasten, allerdings sorgen diese Umstände dafür, dass bei mir in diesem Jahr keine Rechte Weihnachtsstimmung aufkommen will.
 

Baumkauf einmal ohne Hund

Dennoch steht mittlerweile ein Tannenbaum in unserem Wohnzimmer. Normalerweise begleitet Loki mich zum Baumkauf. In diesem Jahr habe ich darauf verzichtet, denn ich war mir nicht ganz sicher, wie der Verkauf unter Coronabedingungen überhaupt ablaufen würde. Übrigens steht unser Baum dieses Jahr erstmalig nicht auf einem kleinen Tischchen, denn ich vertraue mittlerweile darauf, dass Loki ihn nicht für eine neue Indoor-Toilette hält. Unser Baum ist relativ hundesicher. Die Kugeln in der unteren Baumhälfte sind allesamt aus Plastik, der Fuß ist sehr stabil und auf Lametta haben wir verzichtet. Als Loki noch jünger war, habe ich den Baum sogar zur Sicherheit an der Heizung festgebunden, aber mittlerweile wissen wir, dass er sich nicht wirklich für das “große Stöckchen” im Wohnzimmer interessiert. Was dem Hund an den Feiertagen sonst noch so gefährlich werden könnte, lest ihr hier.
 

Ein Adventskalender für den Hund gehört für mich dazu

Außerdem hat Loki natürlich wie jedes Jahr einen eigenen Adventskalender. Das Öffnen der Türchen ist ein richtiges Ritual für uns beide. Wir sitzen jeden Morgen gemeinsam auf dem Küchenfußboden und ich bin selig, wenn ich Loki dabei zusehen kann, wie er die Leckereien aus dem aktuellen Türchen nascht.
 

Die Feiertage

An Weihnachten selbst wird sich gar nicht so viel ändern. Heiligabend verbringen wir immer zuhause. Ich werde zwar vormittags noch arbeiten müssen, aber da ich im Homeoffice bin, spare ich mir zumindest die Fahrtzeit ins Büro. Wenn ich Feierabend habe, gucken wir Spielfilme, spielen Gesellschaftsspiele und Essen Kartoffelsalat und Bockwürstchen. Loki bekommt an diesem Tag immer ein kleines Festmahl und natürlich Geschenke. Das Größte für ihn ist, das Geschenkpapier zu zerfetzen. Schließlich lassen wir den Abend kuschelnd auf dem Sofa ausklingen.
Die aktuellen Vorschriften lassen es zum Glück zu, dass mein Mann, meine Schwester, Loki und ich am ersten Weihnachtsfeiertag bei meinen Eltern sein können. Traditionell wird da viel gegessen und Gesellschaftsspiele gespielt. Und natürlich gibt es Geschenke – auch da kommt Loki nicht zu kurz. “Oma” und “Opa” verwöhnen ihn sehr gern.
Den zweiten Weihnachtstag verbringen wir dann bei meinen Schwiegereltern. Dort gibt es auch sehr viel Essen. Entsprechend der polnischen Tradition werden 12 Gänge serviert, aber ich glaube meine Schwiegermutter unterschlägt ein paar, sodass es meistens etwa 7 Gänge sind. Selbstverständlich ist Loki auch hier mit von der Partie und ja, auch hier bekommt er Geschenke.
 

Ruhe muss sein

Der kleine Flausch genießt die viele Aufmerksamkeit immer sichtlich. 
Umso wichtiger ist es, dass er auch bei all dem Trubel zur Ruhe kommen kann. Deshalb nehmen wir ihm seine Decke als Liegeplatz mit (bei meinen Eltern hat er sogar sein eigenes Körbchen) und sorgen dafür, dass er sich dort auch zwischendurch einfach einmal hinlegt und etwas ausruht. Damit das klappt, haben wir bei Loki schon früh mit einem sogenannten Deckentraining begonnen. 
 

Deckentraining (nicht nur für Weihnachten sehr praktisch)

Das Deckentraining habe ich recht einfach gestaltet. Ich habe eine von Lokis Decken auf der Erde ausgebreitet und ihn dort hingeführt. Ganz bewusst ohne ein Kommando, denn es geht dabei nicht darum, dass Loki ein Kommando ausführt und zum Beispiel so lange Platz macht und angespannt wartet, bis ich die Freigabe erteile, sondern er sollte lernen, zu entspannen. Sobald alle vier Pfoten auf der Decke waren, habe ich mich ganz entspannt aufs Sofa gesetzt und gelesen oder ferngesehen oder ähnliches. Immer wenn Loki dann die Decke verlassen wollte, bin ich aufgestanden und habe ihn körpersprachlich zurückgeschickt. Dazu habe ich mich aufrecht hingestellt, die Muskeln angespannt und ihn ruhig, aber bestimmt zurück auf die Decke geschickt. Sobald wieder alle vier Pfoten auf der Decke waren, habe ich mich wieder entspannt. Loki signalisiere ich so, dass sein Verhalten gerade meine Zustimmung findet und dass alles gut ist. 
Nach ein paar Versuchen und einigen fragenden Blicken hat Loki sich dann auf die Decke gelegt und beschlossen, dass er auch ein Nickerchen machen kann, wenn er eh nirgendwo anders hingehen darf. Dieses Training ist im Alltag sehr nützlich wenn man zum Beispiel den Hund mit ins Büro oder ins Restaurant nimmt. 
Damit das auch an Weihnachten gut klappt, müssen natürlich alle Anwesenden wissen, dass der Hund auf der Decke in Ruhe gelassen und auch nicht angesprochen oder sogar gelockt wird.
 

Betteln verboten

Auch während des Essens ist Loki auf seiner Decke, denn ich möchte nicht, dass er um den Tisch herumschleicht, bettelt oder eventuell unter dem Tisch aus versehen getreten wird. Damit das klappt, gibt es eine wichtige Regel, die ich allen Familienmitgliedern eingeschärft habe: Loki bekommt niemals etwas zu Essen vom Tisch. Diese Regel gilt nicht nur an Weihnachten, sondern generell. Wie soll der Vierbeiner sonst unterscheiden, dass es sich an manchen Tagen durchaus lohnt, mit schmachtendem Blick jeden Bissen zu verfolgen und an anderen Tagen ist das verboten.
Diese Regel hat neben dem Aspekt, dass ihr nicht die ganze Zeit belagert werdet, auch den Hintergrund, dass unser Festtagsschmaus für den Hund sehr ungesund ist. Wenn ihr eurem Hund mit etwas Leckerem eine Freude machen möchtet, habe ich hier ein schönes Rezept für weihnachtliche Hundekekse für euch. 
 

Fröhliche Weihnachten

Schließlich bleibt Loki und mir noch, euch ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Erzählt uns gerne in den Kommentaren, wie ihr die Feiertage mit eurem Hund verbringt.

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