Wie Loki mein Leben verändert hat (Blogparade)

Wie Loki mein Leben verändert hat
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Von Mareike Meyer

Die Agila-Haustierversicherung feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und hat im Rahmen dieses Geburtstages zu einer Blogparade mit dem Thema  „Wie hat Euer Vierbeiner Euer Leben verändert?“ aufgerufen. Diese eigentlich simple Frage ist aber alles andere als leicht zu beantworten. Das liegt vor allem daran, dass nicht jede Veränderung sofort geschieht. Oft handelt es sich um schleichende Prozesse und es wird nicht nur das Leben, sondern man selbst durch seinen Hund verändert.

Wie Loki den Weg in mein Leben und mein Herz gefunden hat, könnt ihr übrigens im Beitrag “Wie wir zueinander fanden” nachlesen.

Personal Coach auf vier Beinen

Ein Hund braucht viel Bewegung. Das war mir zwar schon klar, bevor Loki bei uns einzog, aber dass ausgerechnet ich daran so große Freude haben würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte mich zwar einmal als Joggerin versucht und mir tolle Laufschuhe und ein schickes Outfit zugelegt, aber nachdem ich ein paar Mal unterwegs war, stellte ich fest, dass ich einfach keinen Sinn darin sah, wie eine Irre von a nach b zu laufen. Oder noch schlimmer: Im Kreis. Mein innerer Schweinehund lachte mich jedes Mal aus, wenn ich im Kreis lief und fragte mich, wieso ich nicht einfach blieb wo ich war. Mit dem Einzug von Loki, gab es aber endlich einen echten Grund, loszulaufen. Mehr noch: Es machte Spaß. Ich mag es, wie er sich freut, wenn wir unser Grundstück verlassen und richtig durchstartet, wenn er das “Go” bekommt. Er hat Freude an dem Rumgerenne und das reicht mir schon, damit ich es tue. 
Ich habe sogar das Radfahren wieder für mich entdeckt. Ich bin seit der zehnten Klasse nicht mehr Fahrrad gefahren und würde es auch heute nicht tun, wenn Loki nicht neben mir her trotten würde mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck als würde er Streife in seinem Revier laufen.
 

Neue Hobbies, neue Freundschaften

Ich würde Laufen und Radfahren nicht zu meinen Hobbies zählen, so weit reicht diese Leidenschaft dann doch nicht, aber es gibt auch das ein oder andere Hobby, dass durch Loki mein Leben bereichert. Ich bin mittlerweile Mitglied in einem Hundesportverein und habe dort viele liebe Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Loki und ich sind Mitglied in zwei Teams, die an CampCanis teilnehmen werden. Auch hier hätte ich nie gedacht, dass ich mich einmal darauf freuen würde, mich fünf Kilometer durch Schlamm und Dreck zu kämpfen, aber ich kann unseren ersten Start kaum erwarten. 
Außerdem haben wir den Zughundesport für uns entdeckt und fahren seit Weihnachten 2018 Dogscooter mit ein paar Freunden, aber auch alleine. Es ist einfach toll, wenn man nach einem langen Tag Abends auf den Scooter steigt und durch den Wald oder über Wiesen und Felder saust.
 

Vertrauen ist die Basis

In diesen Momenten spüre ich, wie sehr ich Loki vertraue. Er läuft ein gutes Stück vor mir und ich muss mich darauf verlassen, dass er einen Weg findet, der auch für den Scooter geeignet ist und dass er meine Kommandos wirklich umsetzen wird. Dieses Gefühl des Vertrauens ist mir einmal sehr bewusst geworden, als Loki und ich mit etwa 20km/h auf einen umgestürzten Baum zusausten. Ich hatte die Hand schon an der Bremse und vor meinem geistigen Auge sah ich Loki über den Stamm springen und dann mich, wie ich mit dem Scooter dagegen prallen würde. Aber ich lag falsch: Kurz vor dem Hindernis machte Loki eine kleine Linkskurve und lief seitlich an dem Baumstamm vorbei. Vielleicht hatte er auch einfach keine Lust, zu springen, aber ich bin seither davon überzeugt, dass er für mich mitdenkt vor dem Scooter.
 

Wie mein Hund mich lehrt, den Augenblick zu genießen

Wann habt ihr das letzte Mal in eurem Alltag inne gehalten und einfach einen schönen Ausblick genossen oder dem Zwitschern der Vögel gelauscht? Ich bin durch Loki viel mehr in der Natur unterwegs und habe bemerkt, dass ich generell mehr auf meine Umwelt achte. Ich genieße unsere Spaziergänge in vollen Zügen und lasse auch gerne mein Handy zuhause (wenn nicht gerade die Gefahr besteht, dass ich mich verlaufe). Ich liebe es, ihn einfach zu beobachten. Ihm zuzusehen, wie er aufgeregt schnüffelt oder einfach durch die Gegend trabt und mal hier, mal da einen Geruch verfolgt oder einen Vogel anstarrt. Ich habe das Gefühl, er kostet sein Leben in vollen Zügen aus und das dient mir als Vorbild für mich selber.
Wenn ich sehe, wie sehr Loki sich freut, wenn ich nach Hause komme oder wir einfach im Garten zusammen toben, dann zeigt er mir, wie wichtig es ist, diese kleinen Momente wert zu schätzen. Überhaupt kenne ich kein Tier, dass einem so gut zeigen kann, was wahre Freude eigentlich ist.
 

Ich möchte ein besserer Mensch werden – für meinen Hund

Meiner Meinung nach habe ich den besten Hund der Welt (das denkt wohl jeder Hundehalter von seinem Vierbeiner) und der hat nichts weniger als das beste Frauchen verdient, das ich sein kann. Deshalb arbeite ich hart an mir. Seit Loki bei mir ist, reflektiere ich mich selbst viel mehr als früher. Ich hinterfrage mein Handeln, meine Körpersprache und meine Methoden. Ich bin konsequenter geworden. Ich treffe für uns beide Entscheidungen und bin auch bereit, diese wirklich umzusetzen. Dadurch möchte ich Loki das Gefühl vermitteln, dass er sich ebenso auf mich verlassen kann, wie ich mich auf ihn verlasse. Damit ich ihm nicht unbewusst widersprüchliche Signale sende, habe ich mich viel mit Körpersprache befasst und versuche, weniger auf ihn einzureden. Ich gebe zu: Das gelingt mir eher schlecht als recht, aber ich gebe mir Mühe.
 

Einmal tief durchatmen, bitte

Einer meiner weniger schönen Charakterzüge ist meine große Ungeduld. Ich will alles am liebsten sofort und dann bitte auch perfekt. Halbe Sachen gibt es für mich nicht, wenn ich etwas mache dann ganz oder gar nicht. Und wenn etwas nicht sofort klappt, dann beiße ich mich gerne daran fest und versuche es so lange, bis ich es schaffe. Diesen Anspruch hatte ich anfangs auch an mich als Hundehalterin. Ich wollte, dass mein Hund perfekt ist. Perfekt sozialisiert, perfekt erzogen und perfekt in jeder Lebenslage. Aber dieser Anspruch ist utopisch und auch sehr unfair Loki gegenüber. Ich sollte von meinem Hund nichts verlangen, was ich selber nicht leisten kann. Solange ich selbst nicht der perfekte Mensch bin (und ich glaube, das ist ein wirklich schwer zu erreichendes Ziel), ist es auch in Ordnung, dass Loki nicht perfekt ist. 
 

Perfektion

Laut Duden bedeutet das Wort “perfekt”, dass man
“frei von Mängeln, vollkommen”
ist. Aber wer ist das schon? Ich kenne glaube ich niemanden – weder Mensch noch Hund – der “vollkommen” ist. Deshalb ist die wichtigste Erkenntnis aus dem Zusammenleben mit Loki, dass wir zwar nach Perfektion streben können, aber wir sollten es langsam angehen lassen. Denn wer nicht perfekt ist, ist deshalb noch lange nicht schlecht.

Beiträge zur Blogparade

Ihr möchtet dabei sein?

Wenn auch ihr einmal berichten möchtet, wie euer Vierbeiner euer Leben verändert hat, verfasst gerne einen entsprechenden Text und postet den Link zu eurem Blog, eurer Facebook-Seite oder eurem Instagram-Post in den Kommentaren. Ich bin gespannt, wie ihr die simple Frage beantwortet.
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2 comments

  1. Liebe Mareike, ich finde mich so wieder. Loki scheint auf vielen Ebenen einen ähnlichen Einfluss auf Dich gehabt zu haben, wie enki auf mich. und ich hoffe sehr, dass wir uns im September in der Wingst treffen – von oben bis unten voller Schlamm. 🙂

    Herzliche Grüße
    Stephie

    1. Liebe Stephie,
      in der Wingst gehen wir am Sonntag mit unserem Team “Die Rüpelcrew” an den Start. Ich hoffe, wir sehen uns da.

      Liebe Grüße
      Mareike

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